Rückblick:
Vortrag und Podiumsdiskussion zu den Umwelt- Verfassungsbeschwerden

Mit großem Interesse und lebhafter Diskussion fand am 29. Januar 2026 die von hannover erneuerbar und den Scientists for Future Hannover initiierte Veranstaltung „Die Umwelt-Verfassungsbeschwerden und ihre Folgen“ in den Räumen der enercity AG Hannover statt. Der Abend machte eindrücklich deutlich, dass es beim Klimaschutz und Biodiversitätsschutz vor allem um den Erhalt und die Sicherung unserer Freiheitsrechte geht.

Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt

Podium

gut gefüllter Saal

von links:
Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, Rechtswissenschaftler, Gründer der Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik, Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie (Uni Rostock).

Anja Ritschel, Wirtschafts- und Umweltdezernentin der LHH

Prof. Dr. Marc Hansmann, Vorstand enercity AG

Markus Hauke, enercity AG, Moderation

Die wichtigsten Inhalte des Vortrags und der Diskussion zum Nachlesen im Dokument zum Download:

Die Vortragsfolien als Dokument zum Download:

08.08.2025

Marathon Wärmewende: Schritt für Schritt vorwärts!

Die Wärmewende in der Landeshauptstadt Hannover wird von der Chefin von enercity, Aurélie Alemany, entschlossen vorangetrieben. Vier Jahre nach der schriftlichen Einigung zwischen hannover erneuerbar, enercity und der Landeshauptstadt Hannover werden erhebliche Fortschritte sichtbar. Gleichzeitig lernen alle Beteiligten, mit der großen Aufgabe der Wärmewende umzugehen.


Aber der Reihe nach:

Am 24. März 2025 nahmen neben vielen Ratsmitgliedern auch Johanna Gefäller, Stephan Barlag und Jens Clausen von hannover erneuerbar an einer Rundfahrt zu den Baustellen der Wärmewende teil.

Die erste Station war eine Wiese an der Stadtbahnhaltestelle Oldenburger Allee gleich hinter dem Stadtfriedhof Lahe. Hier wird das Unternehmen Eavor GmbH im Winter 2025/26 damit beginnen, eine sehr spezielle Geothermieanlage zu bauen, die in dutzenden Kilometern unterirdischer Tunnel von etwa 20 cm Durchmesser und in mehr als 3 km Tiefe Wasser auf 150°C erhitzen soll. Das Wasser kommt mit etwa 110°C an der Oberfläche an und gibt über einen Wärmetauscher etwa 30 MW Wärme an das Wärmenetz ab. Im Frühjahr 2025 sind große Vibrationsgeräte durch Hannovers Nordosten gefahren, um den Untergrund zu untersuchen. Im Winter 2025/26 wird der Bohrturm aufgebaut werden.

Foto: Vibrationsgerät zur seismischen Untersuchung des Untergrundes

Geothermische Anlagen zu bauen ist nicht ohne Risiken. Deshalb stand enercity lange Zeit dieser Technologie zurückhaltend gegenüber. Bei der Anlage, die ab Anfang 2026 gebaut wird, trägt das ausführende Unternehmen, die Eavor GmbH. das Fündigkeitsrisiko. enercity hat einen langfristigen Wärmeliefervertrag mit Eavor geschlossen, der nach Auskunft von enercity verhältnismäßig günstige Wärmelieferungen erwarten lässt. Vorteil: wenn es nicht gelingt, mit dieser Technologie Wärme in diesem großen Maßstab zu erzeugen, müssen die Fernwärmekundinnen und -kunden nicht für den Misserfolg zahlen.


Die zweite Station war die schon 2023 eingeweihte Klärschlammverbrennungsanlage mit 6 MW Wärmeleistung in Lahe. Am dortigen Standort wird zudem die bestehende Müllverbrennungsanlage von EEW so umgebaut, dass sie statt bisher 50 MW zukünftig bis zu 85 MW Wärme erzeugen kann. Dieser Ausbau leistet einen wichtigen Beitrag zur Mittel- und Spitzenlast, die das Wärmenetz benötigt. Ein Vorteil für Hannover: die geplante und umstrittene zweite Müllverbrennungsanalage in Misburg wird nicht benötigt.


Am Kraftwerksstandort Stöcken entsteht ein Biomasseheizwerk mit 80 MW Leistung und zusätzlich einer 10 MW Wärmepumpe, die die heiße Abluft zusätzlich noch als Wärmequelle nutzt. Enercity plant, das Werk mit Altholz aus der Region zu betreiben. Diese Lösung wurde vom Wärme-Großkunden Volkswagen explizit so gewünscht. Es ist abzuwarten, wie sich der Altholz-Markt in Zukunft entwickeln wird.

Foto: Das Biomasseheizwerk. Es wird im Sommer 2025 in Betrieb genommen.

In Stöcken steht das Biomasseheizwerk direkt nehmen dem Kohlekraftwerk Block 1. Dieser ist im Winter 2024 / 2025 das letzte Mal intensiv für die Wärmeerzeugung genutzt worden. Im Winter 2025/26 wird er noch als Reserveanlage in Bereitschaft gehalten und im März 2026 wird er endgültig stillgelegt. Damit liegt die Stilllegung gegenüber der Vereinbarung – „bis Ende 2024“ ein Jahr und drei Monate zurück.


Die nächste Station ist der Energiestandort Herrenhausen. Auf dem Gelände des alten Kraftwerks Herrenhausen sind weitere Anlagen für die neue Wärmeversorgung entstanden: Vier Biogas-BHKW mit je 5 MW Leistung sind zu nennen. Das Biogas wird in Biogasanlagen erzeugt und durch das Erdgasnetz – bilanziell – nach Hannover gepumpt.
Darüber hinaus gibt es einen elektrischer 20 MW „Wasserkocher“, der insbesondere dann einschaltet werden kann, wenn der Strom billig ist oder sogar negative Preise hat. Zwei weitere Anlagen dieser Art sollen in Herrenhausen und im Roderbruch noch entstehen.

Foto: Der größte "Wasserkocher" von Hannover

Ferner haben wir noch in die alte und jetzt leere Kraftwerkshalle des Kohlekraftwerks von 1902 geschaut. Hier soll in den nächsten beiden Jahren eine 60 MW Flusswasserwärmepumpe gebaut werden, die dem Wasser der Leine Wärme entzieht. Da das frühere Kohlekraftwerk in Herrenhausen mit Leinewasser gekühlt wurde, sind dicke gemauerte Leitungen von der Leine nach Herrenhausen noch vorhanden. Durch diese fließt dann das Leinewasser zur neuen Flusswasser-Großwärmepumpe und dann etwas kühler wieder zurück in die Leine.

Foto: Hier soll die Großwärmepumpe eingebaut werden.

Eine zweite Großwärmepumpe mit 30 MW Leistung entsteht gegenwärtig am Klärwerk Herrenhausen an der Leine. Sie nutzt den sogenannten Klarwasserablauf des Klärwerks, der auch im Winter ungefähr 10 °C warm ist, als Wärmequelle.
Wann die im Bau befindlichen Anlagen fertig sein werden, lässt sich noch nicht ganz genau sagen. Erfreulich ist: Alle auf erneuerbaren Energien beruhenden Anlagen, die für den Ersatz des Kohlekraftwerks Stöcken mit seinen beiden Blöcken notwendig sind, sind teils fertig, teils in Bau und mindestens in Planung.


Vorteil für enercity und die Landeshauptstadt und insbesondere die Fernwärmekundschaft:

Für viele Projekte gibt es Förderbescheide des Bundesprogramms effiziente Wärmenetze. Hierdurch werden die in Hannover bei enercity nötigen eigenen Investitionsmittel gesenkt.
Wenn alles glatt geht, kann im Winter 2027 / 2028 dann die Fernwärmeversorgung in Hannover erstmals ganz ohne die Nutzung des Kohlekraftwerks gelingen!
Als fossiler Wärmeerzeuger bleibt dann noch das Gaskraftwerk Linden übrig. Es soll Mitte der dreißiger Jahre auf die Verbrennung von grünem Wasserstoff umgestellt werden und damit auch klimaneutral sein.


Und sonst so?
Die Fernwärmesatzung ist ja schon länger beschlossen und seit Anfang des Jahres 2025 gilt dies auch für den kommunalen Wärmeplan. Damit gilt im Satzungsgebiet seit Anfang Juli 2025 das Gebäudeenergiegesetz mit seiner Forderung nach 65 % erneuerbaren Energien für jede neue Heizung. Fossile Gas- und Ölheizungen dürfen also im Fernwärme-Satzungsgebiet nicht mehr neu eingebaut werden. Fällt eine fossile Heizung aus, gibt es lange Übergangsfristen, denn in vielen Straßen muss ja das Fernwärmenetz erst noch gebaut werden.


Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Landeshauptstadt Hannover die nächsten Schritte auf dem Weg in Richtung zukunftsfähige Wärmeversorgung geht! Die kommunale Wärmeplanung zeigt, wo es langgeht und gibt so Klarheit und Planungssicherheit. Menschen, die Häuser besitzen, können sich nun in Ruhe damit beschäftigen, wie sie zukünftig heizen werden, Unternehmen können sich darauf einstellen und vorbereiten und die Menschen werden vor den steigenden Kosten fossiler Energien geschützt.


Anfang Juli berichtete die Hannoversche Allgemeine Zeitung davon, dass enercity die Fernwärmepreise deutlich anheben wird. 


Der Hintergrund ist genau in den beschriebenen Sachverhalten zu sehen: Um das Kohlekraftwerk Stöcken mit seinen hohen Treibhausgasemissionen abschalten zu können, müssen 14 neue Anlagen gebaut und bezahlt werden. Die Preise steigen dabei aber maximal auf das Niveau für die Grundversorgung mit Gas. Danach werden die Fernwärmepreise laut enercity lange Zeit stabil bleiben und nach einigen Jahren sogar deutlich unter den Preisen für Gas und Öl liegen, die allein schon durch den Emissionshandel immer teurer werden. Die Wärmewende ist somit nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ökonomisch langfristig gedacht und behält die Preise, die Bürgerinnen und Bürger zahlen müssen, im Blick.


Wir freuen uns, dass Hannover in der nachhaltigen Wärmewende so gut voran geht.



BÜRGER*INNENBEGEHREN

KEINE KOHLE,

KEIN ERDGAS IN UNSEREN KRAFTWERKEN


Wir fordern den Ausstieg aus der fossilen Strom- und Wärmeerzeugung in Hannover und die Umstellung auf eine vollständig regenerative Energieerzeugung. Schnell.


Bis 2026 soll der Ausstieg aus der Kohleverbrennung im Kraftwerk Stöcken vollzogen sein.


Schnellstmöglich danach soll auch in den Kraftwerken Linden
(und Herrenhausen) die Verbrennung von fossilem Gas beendet werden.
Die Kraftwerke sind im erforderlichen Umfang durch Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung zu ersetzen.


17.06.2024 Positive Halbzeitbilanz

Die Wärmewende in der Landeshauptstadt Hannover kommt voran. Zur Erinnerung: Im Juni 2021 wurde nach sechs Verhandlungsrunden des Bündnisses hannover erneuerbar, der Spitze der Stadtverwaltung mit OB Belit Onay und dem enercity Vorstand mit Dr. Susanna Zapreva und Prof. Dr. Marc Hansmann der Kohleausstieg in Hannover vereinbart. Es wurde beschlossen, bis Ende 2026 beide Blöcke des Steinkohlekraftwerks Hannover Stöcken abzuschalten. Bis zu 14 Anlagen sollen in Zukunft Wärme liefern, die nicht aus fossilen Brennstoffen stammt. Zusätzlich sollte eine Fernwärmesatzung beschlossen und das Fernwärmenetz schnell ausgebaut werden.


Mitte 2024 ist schon vieles vorangekommen. Die Fernwärmesatzung ist beschlossen, die kommunale Wärmeplanung geht ab Juni 2024 ins Beschlussverfahren der Bezirksräte, danach in die Gremien des Stadtrats. Mit der Klärschlammverbrennungsanlage ist die erste nicht fossile Wärmeerzeugungsanlage fertiggestellt. Zwei Biogas-BHKW und die Altholzverbrennungsanlage mit einer integrierten Großwärmepumpe sind in Bau. Zwei weitere Großwärmepumpen, zwei Power-to-Heat Anlagen und eine innovative Geothermieanlage werden Wärme ohne Verbrennung erzeugen. Über die Zukunft der Müllverbrennung wird noch verhandelt. An veränderte Randbedingungen und neue technische Optionen wird der Plan ständig angepasst. Parallel hat der Ausbau des Fernwärmnetzes begonnen und die Baustellen werden für lange Zeit das Stadtbild prägen. Insgesamt werden in den Netzausbau und die Wärmegewinnungsanlagen ca. 1,5 Milliarden Euro investiert. Mitte 2024, also ungefähr zur Halbzeit, liegen die Arbeiten weitgehend im Plan.


Am Ende der Heizperiode 2026/27 kann aus heutiger Sichtder zweite Block des Kohlekraftwerks durch die neue Vorstandsvorsitzende von enercity, Aurelie Alemany, stillgelegt werden. Als Ergebnis der Bürger*innenbeteiligung an der kommunalen Wärmeplanung ist Anfang Juni eine Kurzfassung des Dekarbonisierungsplans für das Fernwärmenetz Hannover veröffentlicht worden, in den hier Einblick genommen werden kann.


hannover erneuerbar zieht insgesamt eine positive Halbzeitbilanz und freut sich, dass durch das Engagement von Bürger*innen die Wärmewende in Hannover entscheidend beschleunigt werden konnte.

 

20.12.2022 ...und weiter in Niedersachsen... Podcast-Folge

In einer neuen Podcast-Folge gibt Johanna Gefäller von hannover erneuerbar Auskunft darüber, wie das Bürger*innen-Begehren bisher abgelaufen ist und Eric Häublein zeigt eine Strategie zur Unterstützung der Wärmewende für Niedersachsen mit weiteren kommunalen Bürger*innen-Begehren auf. Der Podcast ist u.a. zugänglich über den neuen Mastodon-Account von hannover erneuerbar @h_erneuerbar@hannover.social   

Zweite Sitzung des Beirats Wärmewende

Der Beirat Wärmewende, dem auch drei Vertreter*innen von hannover erneuerbar angehören, ist im November zu seiner zweiten Sitzung zusammengekommen. Im Vordergrund stand der Bericht von enercity über die Umsetzung der gemeinsamen Vereinbarung zum vorgezogenen Kohleausstieg sowie den flankierenden Maßnahmen. 

Was wir in den letzten Monaten auf die denkbar bitterste Art gelernt haben, ist: die Energiewende ist nicht nur elementar für die Klimaneutralität. Der Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Reduktion des Energiebedarfs ist auch von immenser Bedeutung für unsere Versorgungssicherheit und unsere Unabhängigkeit von brutalen Autokraten. Umso wichtiger ist es, dass die Umsetzung unserer gemeinsamen Vereinbarung begonnen hat und weiter vorangetrieben wird.

Wir begrüßen ausdrücklich die Fortschritte in der Umsetzung. Eine Herausforderung wird sicherlich noch sein, den Anteil der Ersatzanlagen, die auf Verbrennungsprozessen beruhen, auf das allernötigste zu beschränken und perspektivisch weiter zu reduzieren. 


Die Pressemitteilung zur Sitzung findet Ihr hier

Erdgas-Sparen im Sommer – Ergebnisse aus Celle

Danke für Eure Teilnahme! Hier in Hannover fiel der Beginn der Umfrage in die Ferienzeit, so dass bislang noch keine ausreichend große Anzahl an Antworten eingegangen ist – um angesichts des nahenden Herbstes dennoch rechtzeitig die Informationen zur Verfügung stellen zu können greifen wir hierfür auf die Ergebnisse in Celle zurück. Wir danken den Scientists For Future in Celle und der Celler Klimaplattform für die Möglichkeit, die Aktion auch in Hannover durchführen und die Materialien nutzen zu dürfen!

Viele weitere Tipps zum Energiesparen findet Ihr bspw. auch bei der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen

Brief an die Ampelkoalitionäre

9.9.2021
Schneller Kohleausstieg und flankierende Maßnahmen besiegelt

Großartige Nachrichten aus dem Rathaus in Hannover: Öffentliche Unterzeichnung der Vereinbarung
zur Wärmewende zwischen der Landeshauptstadt Hannover und der enercity AG durch Oberbürgermeister Belit Onay und der Vorstandsvorsitzenden Dr. Susanna Zapreva.

Foto: Belit Onay, Dr. Susanna Zapreva, Johanna Gefäller und Stephan Barlag (von links nach rechts)

15.07.2021

Klappe, die erste: Engagement wirkt! Danke an euch alle!

 

Heute hat der Rat der Landeshauptstadt Hannover die von uns gemeinsam mit der LHH und enercity AG vorgeschlagene Vereinbarung beschlossen. Wir freuen uns sehr!

Und wir möchten DANKE sagen – ohne Eure Unterstützung, ohne Eure Unterschriften, mit denen Ihr Euch für einen schnellen Kohleausstieg und damit effektiven Klimaschutz in Hannover eingesetzt habt, wäre eine solche Dynamik im Prozess der Wärmewende nicht möglich gewesen!

Der Ratsbeschluss legt nun fest, dass der Ausstieg aus der Kohleverbrennung im Kraftwerk in Hannover-Stöcken blockweise für 2024 und 2026 angestrebt wird, außerdem eine Reduktion des Einsatzes von Erdgas im Portfolio von enercity. Zudem hat der Rat entsprechend dem Vereinbarungspapier weitere den beschleunigten Kohleausstieg flankierende Maßnahmen für neuen Schwung in der lokalen Wärmewende beschlossen: Hierfür werden in den Jahren 2021, 2022 und 2023 insgesamt 35 Mio. Euro von LHH und enercity AG bereitgestellt. Ferner wird ein Beirat aus Vertreter*innen von LHH, enercity AG sowie hannover erneuerbar eingerichtet, um die notwendige Transparenz über die Umsetzung des beschleunigten Kohleausstiegs sowie der weiteren vereinbarten Maßnahmen herzustellen. Wie vereinbart werden wir nun keine weiteren Unterschriften mehr einreichen.

 

Wir haben viel Zustimmung und Unterstützung erfahren von verschiedenen Organisationen und Verbänden, aus dem parteipolitischen und gewerkschaftlichen Bereich, sowie auch von prominenten Persönlichkeiten wie dem Pianisten Igor Levit, Klimaaktivistin Luisa Neubauer, Prof. Ernst-Ulrich von Weizsäcker, Ehrenpräsident des Club of Rome, oder auch Prof. Felix Ekardt, der den historischen Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts mit erwirkt hat und nicht zuletzt von wunderbaren Musiker*innen und Redner*innen auf unseren Kundgebungen!

 

Wir haben die Themen Wärmewende und Klimaschutz beim Sammeln in möglichst viele Ecken und Winkel der Stadt getragen. Besonders gefreut haben wir uns dabei über die positive Resonanz unter den Menschen in Hannover, die sich in so großer Zahl deutliche Schritte hin zu mehr Klimaschutz in unserer Stadt wünschen!

 

All das gibt Mut und Entschlossenheit auch für die weiteren Veränderungen, die wir auf dem Weg zur Klimaneutralität noch brauchen – wir können gemeinsam das klimapolitisch Notwendige möglich machen!

 

Die HAZ fragte neulich: Was ist uns das Ende der Kohle wirklich wert? Und ja, das ist letztlich die zentrale Frage.

Nicht nur in Bezug auf die Überlegung, wie viel darf das kosten, wobei hier natürlich klar sein muss: die Kosten, die uns bei einer ungebremsten Klimakrise erwarten, übersteigen bei Weitem alle Investitionen, die für effektiven Klimaschutz notwendig sind.

Auch nicht nur in Bezug auf die sich verändernden Rahmenbedingungen, einerseits finanziell durch die steigenden Kosten für die Verbrennung fossiler Energieträger in den Kraftwerken durch die deutlich teurer gewordenen Verschmutzungszertifikate auf EU-Ebene, durch steigende CO2 Preise und natürlich auch rechtlich durch den historischen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts und neue Klimaziele – sondern insbesondere auch im Hinblick auf die Frage: wie viel gemeinsame Anstrengung ist es uns wert? Und das gilt natürlich nicht nur für die Wärmewende, sondern für alle Bereiche der notwendigen sozial-ökologischen Transformation. Und hier ist für uns die Antwort ganz klar: alle. Denn wir haben hierbei unglaublich viel zu gewinnen und alles zu verlieren – in letzter Konsequenz im wahrsten Sinne des Wortes.


Das hier ist nur der Anfang, aber es ist ein guter! Jetzt heißt es natürlich: dran bleiben!

 

Wir sind fest davon überzeugt, dass eine andere, eine klimagerechte Welt möglich ist und wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass wir die dafür notwendigen Schritte gehen – gemeinsam, global und lokal.

 

WEITER GEHT’S – STAY TUNED!

DENN ZUKUNFT PASSIERT NICHT, SIE WIRD GEMACHT! VON UNS ALLEN!

Videoaufruf von Igor Levit und Luisa Neubauer

Jede Unterschrift gibt dem effektiven Klimaschutz in Hannover Rückenwind. Wir freuen uns, dass wir soviel Unterstützung erfahren, unter anderem durch diese kleine Videobotschaft von Igor Levit und Luisa Neubauer.

20.5.2021 – Ein historischer Tag für die Hannoversche Energiewende

Die Landeshauptstadt, enercity und hannover erneuerbar haben am 20.5.2021 eine gemeinsame Pressekonferenz gegeben, um über den Entwurf einer Vereinbarung über den geplanten beschleunigten lokalen Kohleausstieg zu informieren.


Pressemitteilung:                     

HAZ-Forum Diskussionsrunde
am 11. Februar 2021


Wir sind im Gespräch
Dass wir das Bürger*innen-Begehren zum Hebel für die Hannoversche Energiewende machen wollen, haben wir bereits auf der Auftaktveranstaltung am 29.1.2021 gezeigt. Mit der Teilnahme an einem HAZ-Forum sind wir schon sehr schnell nach unserem Start mit wichtigen Akteur*innen in Hannover ins Gespräch gekommen und waren Teil einer spannenden Diskussion. Wir haben klar herausgehoben:
Für Ideen- und Ambitionslosigkeit ist keine Zeit mehr. Um sichere klimatische Bedingungen für uns alle zu erhalten, müssen Prozesse beschleunigt werden.

Zum Artikel: HAZ-Forum "Früher abschalten oder nicht?"

Foto: Jennifer Browne, Johanna Gefäller, Stephan Barlag, Dr. Susanna Zapreva,
Dr. Jens Clausen und Belit Onay 

Unterstützung von Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker

„Übrigens gibt es in Hannover jetzt ein Klima-Begehren, ein Bürger*innen-Begehren Keine Kohle, kein Erdgas in unseren Kraftwerken. Das finde ich eine tolle Sache: hannover erneuerbar.“


Zitat von Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker, dem Ehrenpräsidenten des Club of Rome, bei einem Vortrag am 21.04.21 im Rahmen der Leibniz Campus Lecture 

Start mit Eisbär und Schnee


Am 29.1.2021 startete das Bürger*innen-Begehren mit einem erfolgreichen Auftakt vor dem neuen Rathaus.


Trotz Schnee, trotz Pandemie: Das Bewußtsein für die Notwendigkeiten einer schnellen Wärmewende ist da und viele der eingeladenen Gäste waren gekommen, um unser gemeinsames Anliegen als Erstunterzeichner*innen zu unterstützen.

Herzlichen Dank an alle, die diesen tollen Start erst möglich gemacht haben!

Wenn Ihr uns unterstützen wollt, schreibt uns gerne an:
info@hannover-erneuerbar.de